24.03: Freiheit statt Zwang

ALICE HALMI über die PatVerfü gegen Menschenrechtsverletzungen durch Psychiatrien

18 Uhr
Kellerperle

Wie steht es um die Menschenrechte in Deutschland?

Stimmen deutsche Politiker gegen den Eintritt eines Anwerberlandes in die EU, oder beurteilen sie außereuropäische Situationen, es geschieht stets im Habitus desjenigen, der von sich und „seinem“ Land vermeint, die Menschenrechte schlechthin darzustellen. Messen wir am eigenen Begriff, wenden wir den Blick auf die deutsche Wirklichkeit, kommen Zweifel auf!
Zweifel kommen nicht nur bei der „Seelenheilkunde“ auf. Aber vielleicht lohnt es, besonders in einem Land, in dem Psychiatrien schon aufgrund ihrer geschichtlichen Entwicklung im Zusammenhang der Massenmorde durch Ärzte und Psychiater im Nationalsozialismus verdächtig sein sollten, genauer hinzuschauen.

Entspricht es Menschenrechten, Menschen in gesund und krank einzuteilen und sie nach gesetzten Kategorien in Bürger und Unmündige zu katalogisieren? Wer entscheidet in Deutschland aufgrund meines „geistigen Zustandes“, ob ich Mensch bin? Eine psychiatrische Diagnose und die Behauptung einer “Selbst- oder Fremdgefährdung” sind ausreichend, um jemanden zu entmündigen – zu entmenschlichen. Ein Prozess, der in anderen westlichen Ländern weit mehr des Aufwandes, etwa eines Gerichturteiles, bedarf.

Davor kann man sich jetzt schützen. Durch das Patientenverfügungsgesetz von 2009 konnte eine Pateientenverfügung realisiert werden, mit der nun die Entscheidung, ob „gesund“ oder „krank“, bei einem selbst bleibt.
Darüber, wie in Deutschland die Menschenrechte durch Zwangspsychiatrien verletzt werden und wie wir uns durch die PatVerfü rechtswirksam dagegen schützen können, referiert am 24.03.2012 Alice Halmi vom Berliner Werner-Fuß-Zentrum ab 18 Uhr in der Kellerperle, Am Studentenhaus 1, Würzburg, nähe Sanderring.